
Schönes Fußballwochenende!
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Ein Fußballblog über den Fußball im Allgemeinen, die Bundesliga und die Nationalmannschaft im Speziellen.

Schönes Fußballwochenende!
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Nun ist französischer Elektro-Pop nicht unbedingt das, was in hiesigen Regionen als allererstes mit Fußball assoziiert wird. Aber, Leute, dieser Name! Da scheiß’ ich doch auf die Musik. Grand Popo Football Club. Wobei sich das Grand Popo auf eine Stadt im Südwesten Benins bezieht und nicht, wie ich zunächst sabbernderweise annahm, auf ausladende Hinterteile. Wie dem auch sei, das beiliegende Video ist dann so von der Aussage her mal was für unsere Leserinnen, den Typen gibts wohl demnächst bei QVC im Sonderangebot.

Draußen ist gerade ziemlich Winter und somit eine eher freiluftfußballunfreundliche Jahreszeit. Da sich nicht wenige Profi-Vereine jüngst aber einen Wetterschutz auf ihre Arenen genagelt haben, die ein gepflegtes Einszueins weiterhin möglich machen, ist dann doch hier und da meist höherklassiges Gekicke aus den Winterschlaf-Augenwinkeln wahrzunehmen. Kalt bleibt es in den überdachten Schüsseln dennoch, und wie es dann so ist bei intensivem Sporttreiben in frischer Winterluft: Sie läuft, die Nase.
Und dann wird das personalisierte Abwehrbollwerk in Nahaufnahme gezeigt, und der Zoom will gar nicht mehr aufhören, man kann ihn sich vorstellen, den Fußballregiechef, wie er fasziniert mit den Augen an seinen Bildschirmen klebt, höchst beeindruckt von der Aura, die vom gegerbten Antlitz des erfahrenen Verteidigerreckens – einem wahren Bild von einem Manne – ausgehend noch bis in die kuscheligste Wohnzimmerecke hinein strömt, und dann …
Der Recke rotzt.
Seinen kämpferischen Blick gen Boden gesenkt, den Oberkörper leicht zur Seite gedreht und etwa 30 Grad geneigt, sich in diesem Augenblick wenig um die zigtausend potentiellen Schnäuzzeugen scherend – tut er es. Er, und jetzt müssen wir ein wenig physikalisch werden, versperrt den freien Kanal des Stereo-Ausgangs, um dem Nasen-Sediment die Alternative zu nehmen. Tut er das nicht, sabbert’s nur so ein wenig heraus, und es wäre dann ja auch kein Einhand-, sondern ein Freihandrotzen.
Jetzt kommt der neuralgische Punkt, an dem gerade unerprobte Einhandrotzer gerne scheitern. Es muss ein so hoher Druck aufgebaut werden, dass das nicht mehr Benötigte seine labile Verbindung zur Schleimhaut und aber auch zur Nase an sich gänzlich verliert und derart genügend beschleunigt seinen letzten Weg auf den Rasen nehmen kann. Die absolute Druckstärke muss hierbei unbedingt in Relation zum Rotzvolumen gesetzt werden, routinierte Einhandrotzer können für diese komplizierten Berechnungen auf eine Art kognitives Tafelwerk zurückgreifen.
Unterschätzt der Recke aber das Ausmaß und drückt also zu schwach, wird es peinlich: Das Zeug bleibt an ihm kleben wie das Pech an der Marie. Der Recke muss die Nasenlochzuhaltehand zweckentfremden und die Schleimerei manuell entfernen, spätestens jetzt brüllt der Regiechef, dass doch gefälligst auf die Totale zu schalten sei. Überschätzt der Einhandrotzer sein Popelklümpchen, hat er halt ein bisschen heiße Luft umsonst produziert.
Geübte Einhandrotzer sind schon nach dem ersten Versuch rotzfrei, doch auch ein ein- oder zweimaliges Nachrotzen ist hinsichtlich der folgenden Atemfreiheit und also der zu erwartenden sportlichen Leistungsfähigkeit des Rotzers noch okay. Dauert die Rotzerei länger als eine halbe Minute, sollte eine Zwangsauswechslung und anschließende Verbannung des Versagers in die Bowling-Abteilung des Vereins erwogen werden.
Merke: Wer es nicht kann, einfach mal die Nase halten.

55,9% der Saison sind vorbei. 33,3% aller Berechtigten haben eine Siegerfrage geschickt. 80% aller Drittligaspiele sind abgesagt worden. (Bis jetzt). Nur 53% aller Angemeldeten haben bei der letzten Runde auch mitgemacht. Reine Tipperei hat eine Wahrscheinlichkeit von 0,13%, alle Fragen richtig zu beantworten. (Wenn denn nur eine Antwort richtig ist). Das war Mathematik am Morgen. Und jetzt ab dafür.
kommentare
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