Bayern München gewinnt das Testspiel bei den Urawa Red Diamonds mit 4:2. Bastian Schweinsteiger zeigte Ballgefühl. Lukas Podolski traf zweimal. Miroslav Klose – tja, mal wieder mit einer Torvorlage. Abe fallrückzog. Leider nicht im folgenden Bewegtbild:
Nachtrag: Bewegtbild futsch. Na ja. Testspiel halt.
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Ich saß übrigens mal mit Super-Mario in einer Talk-Show. Als jemand unvermittelt „90 Sekunden Werbepause“ rief, ist Basler aufgesprungen, in den Vorraum gesprintet, hat dort eine Zigarette angemacht, zweimal dran gezogen, hat sie weggeschmissen, ist dann zurück ins Studio gerannt, um in Sekunde 89 wieder freundlich lächelnd neben mir zu sitzen. Nie vorher und nachher habe ich ihn so schnell erlebt.
Ab welcher Fußballligenklassenebene gibt es eigentlich ein Rauchverbot? Kreisklasse – nöp. Wenn der Vorsitzende des örtlichen Raucherclubs seit einem halben Jahrzehnt unangefochten die Torjägerliste anführt und Aufruhr herrscht, wenn der Kippenautomat neben dem Vereinsheim wieder mal wegen Überfüllung geschlossen ist, weiß man schon, was los ist.
Oberliga? Ich vermute teaminterne Regeln, nach der Raucherkicker ein halbes Jahr Zeit haben, es sich abzugewöhnen. Sonst: Extrarunden. Lange keinen öffentlich schmökenden Fünftligisten mehr gesehen. Die Gelegenheitsraucher holen ihr Nikotindefizit wahrscheinlich in ausufernden Rauch-Orgien bei der Aufstiegsfeier nach.
Profifußball? Des Feldes verwiesene Bundesjogis mal ausgenommen, ist der deutsche Oberklassenfußball so rauchfrei wie eine Säuglingsstation in Oberbayern. Zumindest in der öffentlichen Ansicht und nach dem Willen der DFL-Imageberater. Wenigstens für die Zuschauer existiert das eine oder andere Luntenschlupfloch.
Noch.
Bald wird es Rauchblöcke geben, von doppelt-mannshohen Plexiglasscheiben von den Vernünftigen abgetrennt. Die Raucher werden von Krankenhauszivis mit Atemschutzmasken zum Stadion hin und wieder zurückgeleitet, nach dem Spiel trifft man sich auf dem nächstgelegenen Rübenacker zum Zigarettenmarkenbattle. Gunter Apunkt Pilz muss umschulen, in Eckkneipen wird wieder investigativ recherchiert, und zur WM 2014 in Brasilien dürfen nur noch ausgewiesene Nichtraucher nach Südamerika einreisen.
Smoker are the new Hooligans.
EPILOG
Wenn ich sterbe, möchte ich unbedingt Zigaretten mit auf die lange Reise nehmen. Keine Blumen bitte! Sie sollen mir Zigaretten reinschmeißen.
foto_Todd Ehlers
Heute morgen war das Blog für ein paar Stunden nicht erreichbar. Es gab bei unserem Hoster ein Problem, das ich wegen Ahnungslosigkeit nicht näher beschreiben kann (es fiel der Begriff Scriptfehler), aber mittlerweile kompetent und schnell gelöst wurde. Daten und Menschenleben waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Vielen Dank an die Hinweisgeber! Es geht nun normal weiter.
Und da soll nochmal einer etwas Schlechtes über die Bundesliga sagen…
Der Autor Mark Perryman stellt im Tagesspiegel seine Sicht auf die Premier League und die Bundesliga dar:
1237 Euro! Meine nahende Vaterschaft zwang mich, in diesem Sommer länger und angestrengter über den Preis meines Spurs-Tickets nachzudenken, als ich das normalerweise tue. [...]
Die sogenannte „Beste Liga der Welt“ ist auch die langweiligste und vorhersehbarste. Manchester United, Chelsea, Arsenal und Liverpool haben in den letzten fünf Jahren mit einer Ausnahme stetig die ersten vier Plätze belegt. [...]
Unsere Liga ist teuer, wir können nicht stehen und sie ist langweilig. Und um die Dinge noch viel schlimmer zu machen: Wir können im Stadion kein Bier trinken. Sie hingegen bekommen famoses deutsches Bier vom Fass. [...]
Außerdem können Sie Highlights und Liveaction im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sehen.
Homepage der Liga: Rfpl.org
Homepage des Fußballverbands: Rfs.ru
Anzahl der Mannschaften in der Liga: 16
Anzahl Champions-League- und UEFA-Cup-Plätze: Der Meister qualifiziert sich für die Champions-League; der Vizemeister steigt in die 3. Runde der Champions-League-Qualifikation ein; der Tabellendritte steigt in die 2. Runde der UEFA-Qualifikation ein; der Tabellenvierte steigt in die 2. UI-Cup-Runde ein; der Pokalsieger kommt in den UEFA-Cup
Anzahl Absteiger und Aufsteiger: Die beiden Tabellenletzten steigen direkt ab, die beiden Tabellenerster der 2. Liga steigen direkt auf
Besonderheiten: Die Russische 1. Liga existiert seit 1992, als nach dem Ende der Sowjetunion eine neue oberste Spielklasse mit 20 Mannschaften gegründet wurde. Die Anzahl der Teams wurde immer mal wieder erhöht und verringert. Die Premjer Liga in ihrer heutigen Form wurde 2001 gegründet. Fünf der 16 Erstligamannschaften kommen aus Moskau, insgesamt sieben aus dem Großraum der russischen Hauptstadt. Eine Meisterschaftssaison dauert von März bis November, wobei die aktuelle Saison wegen der EM zwischen Mai und Juli unterbrochen war. Durch die Erfolge russischer Mannschaften in den UEFA-Wettbewerben der vergangenen Jahre (Zenit St. Petersburg wurde z.B. UEFA-Cup-Sieger 2007/2008), stieg Russland in der UEFA-Fünfjahreswertung vor kurzem vom 9. auf den 6. Platz und wird im kommenden Jahr genausoviele internationale Startplätze haben wie Deutschland.
Aktueller Meister: Zenit St. Petersburg
Rekordmeister: Spartak Moskau mit 9 Titeln (alle zwischen 1992 und 2001)
Aktueller Pokalsieger: ZSKA Moskau
Rekordpokalsieger: Lokomotive Moskau mit 5 Titeln
Deutsche in der Liga: Malik Fathi (Spartak Moskau)
(Alle Angaben ohne Gewähr und Stand: August 2008)
Homepage der Liga: Svenskfotboll.se/allsvenskan
Homepage des Fußballverbands: Svenskfotboll.se
Anzahl der Mannschaften in der Liga: 16
Anzahl Champions-League- und UEFA-Cup-Plätze: Der Meister kommt in die Champions-League Qualifikation; Vizemeister und Pokalsieger kommen in die UEFA-Cup-Qualifikation; der Tabellendritte kommt in den UI-Cup
Anzahl Absteiger und Aufsteiger: Die beiden Tabellenletzten steigen direkt ab, die beiden Tabellenersten der 2. Liga (“Superettan”) steigen direkt auf; der Drittletzte der 1. Liga spielt gegen den Dritten der 2. Liga zwei Relegationsspiele.
Besonderheiten: Die Liga wurde vor der aktuellen Saison von 14 auf 16 Mannschaften aufgestockt. Eine Meisterschaftssaison, in der alle Teams zweimal gegeneinander spielen, dauert von April bis November. Der Meister erhält einen Wanderpokal, der nach dem ehemaligen UEFA-Präsidenten Lennart Johansson benannt ist. Der Meisterpokal hieß bis 2000 Von-Rosens-Pokal, aber dann wurde festgestellt, dass der Namensgeber Clarence von Rosen, erster Präsident des Schwedischen Fußballverbandes, ein Nationalsozialist war.
Aktueller Meister: IFK Göteborg
Rekordmeister: IFK Göteborg mit 18 Titeln
Aktueller Pokalsieger: Kalmar FF
Rekordpokalsieger: Malmö FF mit 14 Titeln
Deutsche in der Liga (Auswahl): Jan Tauer (ehemaliger Zweitligaspieler bei Eintracht Braunschweig – Djurgardens IF)
(Alle Angaben ohne Gewähr und Stand: August 2008)
kommentare
Von: Cole Brieger (9.9. 21:22)
Von: Rachael Lasswell (5.9. 20:13)
Von: grootteUtteds (3.9. 14:15)
Von: Daniel (2.9. 10:12)
Von: Spielmacher (31.8. 12:42)