Monthly Archive for Januar, 2009

Fünf gewinnt #9

Tippen kann ja jeder.

Nach der langen Winterpause sofort auf Betriebstemperatur zu sein hingegen nicht. Fragen Sie mal in Stuttgart nach.

Bundesligaspieltag 18 ist gleich Fünfgewinntspieltag 9. Wieder so eine Formel, die es bisher in kein Mathebuch geschafft hat. Ebensowenig wie die Milchmädchenrechnung, dass Probek, Phillip und Avakian mit je 7 Siegen bzw. Probek mit 25 Punkten bereits zu 68,9% als Meister feststehen.

Meisterlich, um mal nebenbei einen kleinen Delling einzustreuen, sind auch die Fragen, die die Rückrunde unserer kuscheligen Spielgemeinschaft einläuten. Dabei wurde aus technischen Gründen auf Siegerfragen verzichtet, die wir aber an einem späteren Spieltag wieder berücksichtigen werden. Versprochen.

Wie versprochen (ein Delling allein macht noch keine Anmoderation) folgen hier nun die Fragen, die es bis heute Abend 20.30 Uhr zu beantworten gilt. Spätere Einsendungen werden mit Udo-Lattek-Gucken nicht unter drei Stunden bestraft.

Runde 9

1. Wie oft wird Premiere-Kommentator Marcel Reif heute abend während seines Livekommentars zum Spiel Bayern München gegen den Hamburger SV den Namen “Olic” sagen?
a) Weniger als drei Mal
b) Mehr als drei Mal

2. Schalke 04 hat die letzten sieben Bundesliga-Rückrunden mit einem Sieg begonnen. Aber klappt das auch in Hannover?
a) Japp, und es wird sich sogar ein Mittelfeldspieler in die Torschützenliste eintragen
b) Japp, aber das Mittelfeld bleibt torlos und wird mit dem Sieg demnach nicht so viel zu tun haben
c) Nee, Hannover punktet. Garantiert.

3. Wie viele ibiseviclose Tore schießt die TSG Hoffenheim gegen Energie Cottbus?
a) 0
b) 1
c) 2
d) mehr als 2

4. Vedad Ibisevic wird sich ab diesem Wochenende vom Fernseher aus anschauen müssen, wie sich seine Mitkonkurrenten um die Törjägerkrone streiten. Aber welcher der fünf Verfolger macht überhaupt eine Bude am 18. Spieltag?
a) Patrick Helmes
b) Grafite
c) Milivoje Novakovic
d) Artur Wichniarek
e) Claudio Pizarro

5. Der VfL Bochum mit einem, sowie Arminia Bielefeld, Wehen Wiesbaden und der FSV Frankfurt mit jeweils zwei Saisonsiegen sind bisher die in dieser Hinsicht erfolglosesten Teams der ersten beiden Ligen. Welche der Mannschaften starten mit einem Sieg in die Rückrunde?
a) Nur Bochum
b) Nur Bielefeld
c) Nur Wiesbaden
d) Nur Frankfurt
e) Mehr als eine Mannschaft gewinnt
f) Keine Mannschaft gewinnt

Meine Antworten

1a 2c 3c 4e (Freilos für Euch) 5e

Und jetzt ihr.

Die Regeln

Und so einfach geht’s: Irgendwann ploppen an dieser Stelle fünf mehr oder minder intelligente Fragen zum kommenden Fußballwochenende auf, inklusive Antwortmöglichkeiten. Wer richtig liegt, kriegt ‘nen Punkt, für eine richtig beantwortete Siegerfrage gibts noch einen Extrapunkt. Ich antworte ebenfalls, ihr gewinnt, wenn ihr gleich gut (bei anderen Antworten selbstverständlich) oder besser antwortet. Aufgelöst wird am Sonntagabend oder im Laufe des Montags, meist aber am Montag.

Der Mordspreis: Ruhm, Ehre und Anerkennung sowie die Möglichkeit, für die nächste Runde selbst Fragen zu stellen und natürlich den Titel an prominenter Stelle zu verteidigen.

Wie war die Vorrunde?

Der regelmäßige Mitspieler wird bereits mitbekommen haben, dass Gewinnen gegen den Kollegen Nolookpass in der Hinrunde im Grunde gleichzusetzen war mit der Teilnahme am Spiel. Das beweist auch..

Die Gewinnerliste

7 Siege
probek
Philipp
Avakian
6 Siege
Daniel
5 Siege
Spielmacher
Nedfuller
Max

Da ich nun vorübergehend als Gastgeber fungiere, wird es zwei Änderungen geben: Ich falle aus der Gewinnerliste heraus und das Gewinnen wird von heute an nicht mehr so leicht sein.

Und bevor nun die Fünf-Gewinnt-Rückrunde offiziell angepfiffen wird, werfen wir noch einen letzten Blick auf…

Die Punkteliste

25 Punkte probek
23 Punkte Philipp
20 Punkte Spielmacher
18 Punkte Avakian
15 Punkte Saffti
15 Punkte Nolookpass
14 Punkte Daniel
14 Punkte Nedfuller
14 Punkte HeavyHerb
14 Punkte heinzkamke
13 Punkte Tobi
13 Punkte Hirngabel
12 Punkte Max
11 Punkte Sebastian
10 Punkte TippSpielGott
10 Punkte jens
6 Punkte Blavont
5 Punkte CptKriechstrom
4 Punkte steffi
4 Punkte Jannik
2 Punkte Tobi-Wan
1 Punkte abk

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Abschieds-Liveblog: VfB vs. Bayern

Ich glaub’ es geht schon wieder los…

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“Winterpause adé – Pokal olé.” (Diesen Schlachtruf stelle ich unter der Attribution-Noncommercial-2.0-CC-Lizenz zur freien Verfügung!)

Heute abend gegen 19 Uhr verabschiedet sich der Wintersport wieder in sein schneeweißes Hinterstübchen, wo er hingehört, und macht Platz für den Sport, bei dem 22 Mann einem Ball hinterher rennen und am Ende immer ein Schalker ausrastet.

Bundesligalose Zeit, besonders die Winterpause, ist speziell für die Rechteinhaber eine schwere Zeit. Unser aller Lieblingssender Premiere musste z.B. vier Wochen lang aus Mangel an alternativen Livesendungen die Arbeit einstellen. Gemerkt hat es zum Glück keiner, denn als der letzte Premiere-Mitarbeiter kurz vor Weihnachten das Licht ausgeschaltet hat, vergaß er, die Endlosschleife mit den Wiederholungsspielen der Hinrunde und den größten Champions-League-Highlights der 90er abzuschalten.

Aber werfen wir mal einen kurzen Blick auf die zehn Bundesligisten, die heute und morgen im Pokal-Achtelfinale auf dem Platz stehen. Wo stehen sie? Wo wollen sie hin? Wer kam in der Winterpause? Wer ging? Wer war ein Stinkstiefel und hat die Schlagzeilen bestimmt?

Hamburger SV – Kurz vor Rückrundenstart wurde Nigel de Jong gegen viel englisches Geld eingetauscht. Wie lange das Geld allerdings auf dem Konto des HSV bleibt, ist fraglich. Ohne de Jong fehlt dem HSV eine resolute Grätschmaschine vor der Viererkette. Apropos Viererkette: Dort stehen Martin Jol nur fünf gesunde gelernte Verteidiger (Reinhardt, Mathijsen, Demel, Boateng, Jansen) und der ursprünglich als Mittelfeldspieler eingekaufte Dennis Aogo zur Verfügung. Zieht Jol dann noch Marcell Jansen ins linke Mittelfeld, stellt sich die Hintermannschaft des HSV quasi von allein auf. Collin Benjamin und David “die Schwalbe” Jarolim übernehmen dann ebenfalls relativ alternativlos die Doppelsechs. Die Hamburger benötigen also in der Defensive noch mindestens einen neuen Mann (am besten vielleicht sogar einen Allrounder), um nicht mit zu dünnem Kader in den Frühling gehen zu müssen. Als Ergänzungsspieler wurde Marcel Ndjeng von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen, der für die Außenbahnen in Frage kommt.
Um Ivica Olic muss sich der HSV-Fan dahingegen wohl keine Sorgen machen. Ich schätze den zukünftigen Teilzeitstürmer des FC Bayern so ein, dass er sich nicht hängenlassen wird und sich eindrucksvoll aus Hamburg verabschieden möchte.

Schalke 04 – Fred Rutten muss irgendetwas an sich haben, das Mirko Slomka nicht hatte. Anders ist es kaum zu erklären, dass Slomka trotz sportlicher Erfolge (Champions-League-Viertelfinale, Bundesliga-Platz 3) entlassen wurde, während Rutten trotz Ausscheidens aus dem UEFA-Cup und Ligaplatz 7 sicherer im Amt zu sein scheint als Papst Benedict XVI. Rutten kaufte vor der Saison Orlando Engelaar, einen einfüßigen Baumstamm, und Jefferson Farfan, einen guten, aber nicht überragenden Stürmer, für über 15 Millionen Euro ein. Sportlich geht es aber steil nach unten. Mit Engelaar, Ernst und Jones hat Schalke ein Dreigestirn im Kader, das gut und gerne auch in Schalkes Rugbyabteilung um Meisterschaften kämpfen könnte. Die Herren, wie auch Ivan Rakitic, sind aber nicht in der Lage, so etwas wie spielerische Konstanz bei Schalke zu etablieren. Besonders gut zeigt sich das an der Torschützenverteilung: die 24 Schalker Tore wurden von acht verschiedenen Spielern erzielt; vier Abwehrspieler und vier Stürmer. Nur fünf der 24 Tore wurden von einem Mittelfeldspieler vorbereitet (Rakitic 3, Engelaar 2). Da ist es kein großes Wunder, dass Schalke nur in sechs von 17 Hinrundenspielen mehr als ein Tor gelang.
Bleibt Schalke so mittelfeldschwach und verlieren sie auch in der Rückrunde durch eigene Dummheit (3x gelb-rot, 2x rot – 16. Platz in der Fairnesstabelle) weiterhin so viele Punkte, könnte der internationale Wettbewerb in der kommenden Saison ohne Königsblau stattfinden.

VfB Stuttgart – Markus Babbel ist ein Trainer ohne Trainerschein. Horst Heldt verlängert die Verträge mit Perspektivspielern. Mario Gomez schaut nicht aufs Geld, sondern darauf, dass es Spaß am Fußball hat. Timo Gebhardt kommt für etwa 3 Millionen Euro von 1860 München. Das waren die mehr oder weniger spannenden Themen, die der VfB in der Winterpause produziert hat. Sportlich stehen sie nach 17 Spielen auf Platz 10, haben aber dank der augeglichenen Liga nur zehn Punkte Rückstand auf die TSG Hoffenheim. Fraglich ist, wie lange der frische Babbel-Wind anhält, der der Mannschaft zum Ende der Hinrunde neues Leben eingehaucht hatte (3 Siege und 2 Remis in fünf Spielen unter dem neuen Trainer). Ob Stutgart die Saison im Niemandsland beendet, oder doch noch oben mitspielen kann, wird spätestens nach vier Spielen zu erkennen sein (Gladbach, Leverkusen, Hannover, Hoffenheim).

Bayern München – Lukas Podolski, der wohl beste trainingsresistente Spieler, den wir in Deutschland jemals hatten, folgt seinem Herzen (bzw. den Stimmen, die ihm das einreden) und geht zur neuen Saison zum 1.FC Köln zurück. Er wird dort in Personalunion Torschützenkönig, Oberbürgermeister und Oberhirte für das Erzbistum. Köln wird mit ihm gleich in der ersten Saison Meister, Pokalsieger und Champions-League-Gewinner, obwohl sie sich gar nicht dafür qualifizieren.
Landon Donovan haftet der Ruf an, der beste US-Amerikaner zu sein, der jemals ein Soccershirt getragen hat. Leider hat sich bei Donovan auch herausgestellt, dass er nur gut soccern kann, wenn er dabei auf US-amerikanischen (Kunst-) Rasen steht. Bei Bayer Leverkusen wissen sie ein paar schöne Folksongs darüber zu singen. Aber Jürgen “Jay Goeppingen” Klinsmann traut Donovan zu, die zuverlässige Verstärkung zu sein, die Podolski nie war.
Und überhaupt: Was kann die Bayern eigentlich auf dem Weg zum Titel stoppen? Hoffenheim ohne Ibisevic (aber mit Sanogo) und mit 17 hochmotivierten Gegnern, die es der Schauspielertruppe mal so richtig zeigen wollen? Hertha BSC, das froh wäre, die Saison auf Platz 5 zu beenden? Der HSV mit dem dünn besetzten Kader in der Defensive? Bayer Leverkusen? Ja, warum eigentlich nicht Bayer Leverkusen?

Bayer Leverkusen – Thomas Zdebel kam vom VfL Bochum. Mit ihm kann Bruno Labbadia im defensiven Mittelfeld variabler aufstellen. Zdebel ist der Spieler, der in der Bundesliga in den letzten Jahren wohl die meisten Fouls gespielt hat, also als klassischer Spielzerstörer bezeichnet werden kann. Bei den spielstarken, aber manchmal mit zu wenig Biss ausgestatteten Lverkusenern könnte seine Verpflichtung im Verlauf der Rückrunde durchaus helfen.
Hoffenheim musste seine Hinrunden-Heimspiele in Mannheim spielen, holte dort 23 von 27 möglichen Punkten und steht auf Platz 1 – Leverkusen trägt die Heimspiele der Rückrunde in Düsseldorf aus, weil die BayArena durch den Ausbau gesperrt ist. In der BayArena holte Leverkusen in neun Spielen nur 16 Punkte (bei fünf Siegen). Die “Heim”-Bilanz der Rückrunde wird also mit einen Ausschlag geben, ob Bayer mit den Bayern mithalten kann oder es am Ende “nur” um die Qualifikation zur Champions League geht.

Borussia Dortmund – Zwei Niederlagen nur in der Hinrunde. Aber auch acht Unentschieden. Das reicht für einen achtbaren 6. Platz, wird aber auch das höchste der Gefühle bleiben. Jürgen Klopp stellt seinen Kader unter anderem nach Laufstärke zusammen, womit Alexander Frei, Dortmunds bester Stürmer, so seine Probleme hat. Frei hat keine Perspektive mehr unter Klopp und Klimowicz ist schon weg. Mit Zidan und Valdez bleiben also noch zwei Stürmer, die in letzter Zeit nicht unbedingt als Knipser bekannt waren. Nicht von ungefähr ist Abwehrspieler Neven Subotic mit fünf Toren Dortmunds erfolgreichster Torschütze. Die Borussia kann den UI-Cup einen Platz im oberen Mittelfeld locker erreichen, mehr ist aber nicht drin.

Werder Bremen – Platz 8 nach der Hinrunde sollte den Bremern zu denken geben. Speziell vor dem Hintergrund, dass Werder eigentlich jede Saison die ersten Spiele der Rückrunde vergeigt und sich damit im Kampf um den Titel regelmäßig selbst ins Knie
schießt. Passiert ihnen das in dieser Saison wieder, wird Thomas Schaaf das Ende der Saison wohl nicht mehr auf der Trainerbank erleben. Reissen sie sich zusammen und schafft es Diego endlich mal wieder, nicht durch besoffenes Fahren und connorsches Befummeln aufzufallen, können sie es noch in den UEFA-Cup schaffen. Stuttgart und vor allem der VfL Wolfsburg, die in der Tabelle direkt hinter Werder stehen, haben aber genau das gleiche vor.

VfL Wolfsburg – Felix Magath muss sich in Wolfsburg wie in einem Fußball-Manager-Spiel fühlen, bei dem er sich vor dem Spielstart jede Menge Geld ercheatet hat. Seit seinem Amtsantritt hat er so viele Spieler geholt und verkauft, dass er die Spieler auch im Training mit den Spieltrikots trainieren lässt, weil er sonst nicht wüsste, wie die Leute alle heißen.
31 Spieler stehen aktuell im Kader des VfL. 22 davon haben in der Hinrunde auf dem Bundesligarasen gestanden. Trotz der vielen Spieler hat Felix Magath also seine Stammformation zusammen (10 Spieler mit 15 oder mehr Einsätzen, wobei Grafite nur elf Mal spielte, dabei aber elf Mal traf).
Die Ansprüche Magaths und des Wolfsburger Vorstands sind höher als der 9. Platz, den sie aktuell innehaben. Bei keinem Team ist aber auch so klar, warum sie die eigenen Ansprüche nicht erfüllen können: Wolfsburg ist neben Hoffenheim das heimstärkste Team (acht Spiele, 22 Punkte), aber auswärts so sieht es ganz duster aus (9 Spiele, vier Punkte, kein Sieg). Können sie die Auswärtsschwäche nicht abstellen, wird die aktuelle UEFA-Cup-Saison vorerst die einzige die vorerst letzte bleiben.

Energie Cottbus – Ich möchte kein Fan von Energie Cottbus sein. Acht Heimspiele, ein Sieg, schlechteste Heimmannschaft der Liga. Und trotzdem haben sie auf dem 16. Platz überwintert. Das liegt aber nicht an Energie selbst, sondern einzig und allein an den anderen Teams im Tabellenkeller, die mindestens genauso herumdilettieren. Es gibt Augenzeugenberichte, dass Cottbus in dieser Saison bereits Tore geschossen hat. Statistiken sagen es waren 12, wobei allein drei davon aus dem Spiel in Mönchengladbach sind.
In der Winterpause kamen, wie immer in Cottbus, eine Handvoll Spieler, die dabei helfen sollen, den 15. Platz zu erreichen. Das Wie ist dabei egal, aber ein guter Anfang sollte sein, wenn sie ab und zu mal ein paar Tore schießen.

Karlsruher SC – Der KSC hat letzte Woche beim DFB einen Antrag eingereicht, der es Aufsteigern erlaubt, nach der ersten erfolgreichen Bundesligasaison direkt in die dritte Saison zu gehen und “das verflixte zweite Jahr” einfach zu überspringen. Unterstützung erhalten sie von allen anderen Fahrstuhlmannschaften der Bundesliga.
Wer in neun Auswärtsspielen nur drei Punkte holt, die zweitwenigsten Tore der Liga schießt, die zweitmeisten Tore der Liga kassiert und damit die schlechteste Tordifferenz der Liga aufweist, darf sich nicht wundern, dass man nach der Hälfte der Saison nur zwei Punkte vor dem letzten Platz steht. Besonders weh tun dem KSC dabei die Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Mönchengladbach und Cottbus (jeweils 0:1). Das kann der überraschende Sieg gegen Werder Bremen und der noch überraschendere Punktgewinn gegen Leverkusen (3:3 nach 0:3) auch nicht wettmachen.
Mit dem Rückkehrer Giovanni Federico und dem ehemaligen Nationalspieler Marco Engelhardt will Edmund Becker das Team besonders in der Zentrale stärken. Federico soll die Stürmer einsetzen und selbst für Torgefahr sorgen, während Engelhardt vor der Abwehr aufräumen soll.
Zugute kommen könnte den Karlsruhern, dass sie die direkten Konkurrenten Cottbus, Mönchengladbach und Bochum in der Rückrunde zuhause empfangen. Schaffen sie es, ihre (im Vergleich zur Auswärtsstatistik) durchaus vorhandene Heimstärke (acht Spiele, drei Siege, ein Unentschieden) beizubehalten, haben sie gute Chancen, dem Fahrstuhl noch einmal zu entkommen.

[foto: jonsson]

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Ha, ho he – Herta BSC (update)

Update: Ich muss mich relativieren. Unbedarft hatte ich angenommen, ein Twitter-Account mit offiziellem Logo und Links auf die Vereinshomepage ist mit größter Wahrscheinlichkeit ein vom Verein gefütterter Kanal. Denn ein Fake-Account würde doch bestimmt recht schnell auffallen und umgehend sanktioniert werden. Oder?

Dem ist, zumindest im Fall Hertha BSC, nicht so, wie auch Herthas Presse- und Internetverantwortlicher Robert Burkhardt hier in den Kommentaren schon feststellte und mir telefonisch auch bestätigt hat. Der “Herta”-Twitterer kommt nicht aus dem Verein, benutzt aber das Logo und linkt auf herthabsc.de. Bleibt für die Herthaner wohl nichts übrig, außer den Kanal von twitter.com sperren zu lassen.

Was mir aber jetzt noch stärker auffällt: Seit Jahresbeginn sind einige Vereins-Accounts entstanden, die mit Logo, manchmal komischem Vereinsnamen und Links auf die Vereinsseiten um Follower werben. Ein paar Beispiele:

Hansa Rostock (1. Update 3. Januar)
1. FC Nürnberg (2. Januar)
FC Pauli 1910 (3. Januar)
MSV Duisburg 02 (3. Januar)
TSV 1860 München (4. Januar)
FC Augsburg (2. Januar)
HSV1919 (gestern)
FC Bayern Muench (9. Januar)
Hoffenheim (heute)
Bayer Leverkusen (6. Januar)
BVB09 (7. Januar)
FC Schalke 04 (9. Januar)
1FCK (5. Januar)
1FCLautern (5. Januar)
Energie Cottbus (8. Januar)
Borussia1900 (8. Januar)

Da hat aber jemand seine Vorsätze fürs neue Jahr recht schnell abgearbeitet. Und Fußballvereins-Twitter-Fake-Accounts sind anscheinend kein spezifisches Berliner Problem.

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Mittlerweile gibt es kaum noch einen Fußball-Profiklub in Deutschland, der keinen offiziellen Twitter-Kanal befüllt. Zur Jahreswende gab es einen regelrechten Boom, und wer nicht twittert, hat zumindest einen Twitter-Account angelegt, wegen Namensrechten und so. Ganz besonders frisch geriert sich dabei Hertha BSC Berlin: Die Hauptstädter verzichten bei ihrem Account gleich mal auf einen kompletten Buchstaben ihres Vereinsnamens. Natürlich der Grund: herthabsc gibt es schon. Die Alternative, sich im Twitterversum dann eben Hertha_BSC oder ähnlich zu nennen, ist in Berlin offenbar keine solche.

links for 2009-01-16