Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg – dort wohnt das deutsche Fußballglück

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Was hat die Bundesliga eigentlich all die Jahre ohne die TSG Hoffenheim gemacht? Warum hat niemand vorher dieses Loch “Investor meets Dorfclub” gefüllt und mit einem gut finanzierten und austarierten Dreiklang Kompetenz – Willen – Anfängerglück die deutsche Eliteliga von hinten aufgerollt? Und was haben eigentlich die ganzen Menschen gemacht, die sich mittlerweile insbrünstig hinter den Verein stellen?

Diese Frage wabern so durch den Raum, als die nächste Fan-Umfrage hereintrudelt, die die TSG weit vorne sieht. Wir erinnern uns: Vor ‘nem halben Jahr wunderte ich mich in diesem Kanal über 53 Prozent pro Hoffenheim, beim Pingel Wieland gab es dann mehr Erhellendes und eben unter anderem die Information zu lesen, dass das mit Umfragen und deren Veröffentlichungstermin manchmal so eine Sache sein kann.

Nun also die Sportbild. Diesmal wurden nicht soundsoviel Fußball-Interessierte generell befragt, sondern Fans zu ihrem Verein. Insgesamt 5500 an der Zahl sollen es gewesen sein, und mehr erfährt man nicht über die Umfrage. Sie scheint recht frisch zu sein, Zahlen aus dem Mai 2009 werden den jetzigen gegenübergestellt.

Interessiert hätten mich dreierlei Dinge. Wie wurden die Befragten ausgesucht, die dort zu 20 Punkten Schulnoten vergeben durften? Wurden zu jedem Verein gleichviele Fans befragt oder wurde gewichtet? Und: Warum lässt man eine Umfrage in Auftrag geben, in der unter anderem die Qualität eines Stadions beurteilt werden soll, das denselben Namen trägt wie der Co-Partner der Studie?

Nürnberg mit dem easycredit-Stadion ist übrigens Sechster der Umfrage, hinter Schalke und dem BVB. Ganz vorne: Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg. Würde jemand ernsthaft aus einer Sportbild-Umfrage eine Schlussfolgerung ziehen wollen, dann wäre es vielleicht diese: Geld schießt vielleicht nicht zuverlässig Tore, Fanzufriedenheit hingegen scheint aber käuflich und umgekehrt proportional zum Gehalt der Bundesliga-Geschichte des jeweiligen Vereins zu sein.

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