… setzt deutlich wahrnehmbare Zeichen für Toleranz …
… lässt seinen klaren Worten ebenso klare Taten folgen …
… noch scheue er sich, zu bisherigen Tabuthemen Stellung zu beziehen …
… die gesellschaftliche Verantwortung des DFB in besonderer Weise wahrgenommen …
DFB-Präsident Theo Zwanziger erhält heute den Jahrespreis des Vereins “Gegen Vergessen – Für Demokratie”. Und es ist schade, dass obige Begründungen nach dem jüngsten Kommunikationsdesaster seines Verbandes selbst dann noch doppeldeutig klingen, wenn man sich immer wieder bewusst macht, dass das eine mit dem anderen außer der kruden Yad-Vashem-Argumentationslinie eher wenig zu tun hat.
Nachtrag: Was ich eigentlich damit sagen wollte.
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Ich finde, dass er den Preis gar nicht verdient hat. Zwar ist der DFB gegen Rassismus aktiv und auch (schon weniger deutlich) gegen Homophobie, aber ansonsten scheren ihn andere Phänomene allgemeiner Menschenfeindlichkeit herzlich wenig und lässt auch in der Stadien die Pöbeleien gegen Behinderte, Arbeitslose und andere Randgruppen zu. Konsequent wäre der DFB, wenn er gegen die unterschiedlichen Phänomene allgemeiner Menschenfeindlichkeit vorgehen würde und dabei keine Unterschiede machen würde. Das tut er aber nicht, was z.B. der Fall Asamoh/Weidenfeller zeigt. Daher hat er – stellvertretend für den DFB – den Preis in meinen Augen nicht verdient. Er ist halt ein gekonnter Blender der Massen – oder um es mit Weinreichs Worten zu sagen: Ein unglaublicher Demagoge.
Ähm, Spielmacher, ham wir eigentlich Rechtsschutz?
Vielleicht sollte man die Relevanz dieses Preises mit dem Hinweis etwas relativieren, dass vor Zwanziger u.a. auch “Die Prinzen” schon damit beehrt wurden.
Naja, ist wohl nicht nötig. Hoffe ich zumindest. Erstens begründe ich meine Aussage ja. Und zweitens stelle ich ja eine Interpretation des Demagogen zur Verfügung, womit der Volksverhetzer ja nicht gemeint ist. Dann sollte auch der liebe Onkel Theo es mit meiner Meinung aushalten können und nicht gleich zum Gericht laufen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Übrigens zahlt eine normale Rechtschutzversicherung solche Auseinandersetzungen nicht. War zumindest im Falle Weinreich so.