Du gehst niemals allein, das anbiederndste Fußballblog östlich der Brandstwiete, verkneift sich heute Abend mal skeptische UEFA-Pokal-Kommentare und ergänzt lieber jenen Text von Philipp Elffreunde Köster bei SpOn über miese Vereinshymnen um die audiovisuelle Darstellung der Berichterstattungsobjekte. Im Klartext: Drei miese Hymnen Ost, drei miese Hymnen West. Kösters Meinung.
Ich finde ja, Fußballvereinshymnen müssen generell mies sein, sonst sind sie nicht gut. Aber gut. DGNA hat sich natürlich angepasst und präsentiert dementsprechend miese Ton- und Bildqualität.
Hansa Rostock: Die Puhdys im alten Ostseestadion, und das DSF hatte 1995 statt unangezogener Frauen schlechtangezogene Viktor-Worms-Verschnitte im Programm.
Energie Cottbus: Ich mag es ja, wenn Fußballprofis in Dreier- und Vierergrüppchen um Mikrofone platziert werden, um den Refrain auf eine Gesangsspur zu singen, die später leider beim Final Mix aber dann doch aus komplizierten tontechnischen Gründen nicht verwendet werden kann.
Union Berlin: Die Puhdys-Hymne für Union habe ich beim besten Willen nicht auftreiben können. Vielleicht auch ganz gut so. Dafür Nina Hagen, die zumindest ein ziemliches mieses Playback performt.
Hertha BSC: Und nochmal Olympiastadion. Diesmal so etwa achtelvoll, verregnet, und dann noch Frank Zander. An alle Eltern: Vorsicht! Lied ist bei Kindern stark ohrwurmgefährdet. Glaubt mir.
Hamburger SV: Das mit dem Dissen, lieber Herr Karl, das üben wir aber nochma ein büschen bei Aggro Berlin, gelle? Und wenn ich “Du bist die Stadt, auf die ich kann” höre, schleicht sich manchmal automatisch ein böses Sch-Wort dazwischen.
Arminia Bielefeld: Zum Abgewöhnen. Aber alles: Ton, Bild, Sepia-Effekt, Baustellenstadion. Und Bielefeld auf Welt zu reimen, das ist wirklich richtig mies. Aber gut.
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Daß Köster die HSV-Hymne wegen der Cottbus-Zeile in die rechte Ecke rücken will, ist allerdings eine etwas, sagen wir: eigenwillige Interpretation. Davon abgesehen, ist Lotto King Karls Hymne doch ‘ne ganz hübsche Nummer. Und das sage ich als Schalke-Fan.
hey – kein wort gegen nina! union spielt halt nicht soooooo oft dfb-pokalfinale, als dass der interpret sich konkret erinnern könnte
an sich isses aber eine der schönsten hymnen überhaupt, mir schwitzen bei “wir werden ewig leben” immer wieder die augen …
(hingegen die puhdys-keation: trevor wilson hat gut daran getan, sie nicht zu spielen, und ihr habt gut daran getan, sie nicht zu finden.)
ach die nina. lasst sie doch. und wenn sie hampelt im olympiastadion. war mir egal. es war ein großartiger tag.
und hier kommen die puhdys, die keiner gebeten hat, dieses lied zu produzieren.