
Werbung
Ein Fußballblog über den Fußball im Allgemeinen, die Bundesliga und die Nationalmannschaft im Speziellen.
Tja. Da kann man nichts machen. Nicht wahr, liebe Niederländer? Keine Chance. Was der Verband sagt, ist Gesetz: Die Frauen bleiben zu Hause.
Ihr wolltet noch protestieren, allein, es half nicht. Anfänglicher Zorn wandelte sich allmählich in die Erkenntnis, beim Erklimmen des höchsten Fußballgipfels alle Register ziehen zu müssen, gar selbst persönliche und private Opfer zu bringen und das eigene Seelenwohl hinter den Dienst der Titel-Sache zu stellen. Das Leben ist manchmal grausam.
Nana, Jungs, wer wird denn gleich traurig sein. Ihr sollt doch Fußball spielen; zaubermäusig in der Vorrunde, und schließlich in einem denkwürdigen Viertelfinale gegen Deutschland ausscheiden. Da braucht’s Konzentration, Ernsthaftigkeit und eine gewisse Rangordnung unter euch. Alles Dinge, die zusammen mit den Frauen … nun ja, ihr wisst schon, also, ihr kennt das ja … ähm, also die mit der Familie auffem Schoß nicht unbedingt besser funktionieren.
Und außerdem lässt euch das fürsorglichste Fußballblog der oberen Halbkugel nicht im Stich. Denn wir ahnen: Ihr werdet es sehr weit schaffen. Ihr werdet lange in Südafrika sein. Ohne Frauen. Ohne eure Frauen. Anbei vier Verweise, für jede Turnierwochen einen, wir lassen sie mal unkommentiert, die Geschmäcker sind verschieden, die Welt ist groß, und hundertprozentig arbeitssicher sind folgende Links nicht unbedingt:
Double the fun, double the pleasure!
Relaxing & Sensual!
Will only spend quality time with elite gents.
My facilities are safe, clean and discreet.
Wir teilen die 33 Mannschaften auf drei Lostöpfe auf. Aus jedem Topf wird ein Team gezogen, wir bekommen demnach elf Dreiergruppen. Dort spielt jeder gegen jeden, die elf Gruppensieger kommen ins Achtelfinale.
Die 22 übrigen Mannschaften spielen in elf direkten Duellen nach einem System “Zweiter Gruppe A gegen Dritter Gruppe B” usw. nochmals ein Spiel, Tore und Punkte werden anschließend der in der Auftaktrunde erspielten Bilanz hinzugerechnet. Die fünf Besten schaffen es ebenfalls ins Achtelfinale.
Ab da wie bisher.
Wir haben 60 Spiele (statt wie bisher 63), wir haben mehr Spannungsmomente (wen interessiert eine dritte und belanglose Vorrundenpartie Brasilien gegen Honduras?), jedem Team sind (wie bisher) mindestens drei Spiele garantiert. Der Auftaktrundensieger hat ein bisschen mehr Zeit zur Regeneration, was durchaus eine Belohnung ist.
Und: Die tapferen Iren könnten mitspielen.
Also bitte, Fifa. Gib dir’n Ruck.
Wenn mich die übriggebliebenen Kenntnisse in der allgemeinen Wahrscheinlichkeitslehre nicht allzu arglistig täuschen, wären für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der am Freitag Abend in Kapstadt stattfindenden Auslosung für die WM 512 unterschiedliche Gruppenkonstellationen möglich. Oder? Vier Gruppentöpfe, in jedem Topp acht Teams, macht acht mal acht mal acht Möglichkeiten.
Und am Freitag um acht Uhr abends darf dann gerne darüber disktutiert werden, ob die Zusammenstellung GER/GRE/CHI/AUS nun schon unter den Top-Ten der einfachsten Gruppen rangiert oder nicht.
Für alle, die solch Kompliziertheiten lieber visuell vorgebraten bekommen möchten, hat das infografikinfernalste Blog nördlich des Tafelbergs mal flink eine tagesaktuelle Fotografie aus Kapstadt mit einigen Buchstaben, Kringeln und Pfeilen versehen, auf dass es irgendwie einen Sinn ergeben möge. Und auch die Sherlocken unter euch sollen nicht zu kurz kommen, gesucht wird ein geheimfavoritiger Buchstabendreher.
Wir haben da also die vier Töppe, wir haben die acht Gruppen, und wir haben zwei Subkontinente, die die Fifa am Mittwoch erst noch den beiden Fünfer-Töpfen zuordnen muss, man konnte sich offenbar nicht so recht entscheiden. Außerdem haben wir der Gruppe A (erster Ball von links) bereits den Gastgeber zugeordnet, weil das eben so ist.

(Was dieser Plattenbau da auf der halbrechten Position zu bedeuten hat, wissen wir leider auch nicht.)
Vor mehr als zwei Jahren, am 25. August 2007, fand im Rahmen der Südpazifik-Spiele die ersten Partien zur WM-Qualifikation statt. Nun ist jene bald am Ende. Die Europäer beispielsweise haben am Sonnabend und am kommenden Mittwoch ihre abschließenden regulären Spiele zu absolvieren. Fürth spielt da leider nicht mit, kurz mal rinkieken möchte ich dennoch.
Was bisher geschah:
Malta traf in neun Spielen ganze … null mal. Portugal bislang mit zwei Punkten aus drei Heimspielen. Dänemark noch ohne Niederlage.
Was demnächst geschieht:
Portugal mit zwei Heimspielen gegen Ungarn und Malta, aber zwei (Schweden) bzw. fünf Punkten (Dänemark) Rückstand auf die Quali-Ränge. Das riecht nach Relegation. Und scheitern die Portugiesen auch dort, wird Cristiano Ronaldo eben als Brasilianer eingebürgert.
Unser Fazit:
Boulevard-Faktor: 8,5. Wir! Wolln! Ihn! Weinensehn, wir wolln ihn weinen sehn, wirwollnwirwolln …
Was bisher geschah:
Israel schießt 7 Tore in einem Spiel. Es gab mehr Auswärts- als Heimsiege zu begutachten. Ansonsten hat die Gruppe so viel Esprit wie Steinmeier nach der verlorenen Wahl.
Was demnächst geschieht:
Das Schlüsselspiel ist Griechenland gegen Lettland, Zwoter gegen Dritter. Sollte den Letten die Überraschung gelingen, kann man sich in Charlottenburg schon mal Rehhagels Nummer besorgen.
Unser Fazit:
Bahnt sich hier eine baltische Überraschung an?
Was bisher geschah:
San Marino hat ein Tor geschossen, Slowenien in acht Spielen dagegen nur 4 Gegentore kassiert. Gibt es eigentlich neben Slowenien/Slowakei noch ein Länderpaar, dessen vier Anfangsbuchstaben identisch sind?
Was demnächst geschieht:
Die Slowakei so gut wie durch. Tschechien, Slowenien und Nordirland kloppen sich um den Relegationsplatz, die Tschechen und Nordiren dabei sogar im direkten Duell.
Unser Fazit:
Ohne Polen fahrn wir zur WM.
Was bisher geschah:
Miroslav Klose hat sich ordentlich angestrengt und deshalb desöfteren ins gegnerische Tor getroffen. Ansonsten haben alle auf den kommenden Sonnabend gewartet.
Was demnächst geschieht:
Dunstbasen. Zunftblasen. Brunftnasen. Sumpfhasen. Strumpfvasen. Trumpfphrasen.
Unser Fazit:
Dostoprimetschatjelnosti.
Was bisher geschah:
Spanien gewinnt alle Spiele. Scheiß Europameister. Aber was muss Lahm den Torres auch so laufen lassen.
Was demnächst geschieht:
Die Türkei verpasst die WM auch theoretisch. Vier Punkte in zwei Spielen ist dann doch zu viel. Alle anderen langweilen sich.
Unser Fazit:
Schade, eigentlich.
Was bisher geschah:
England gewinnt alle Spiele. Andorra verliert alle Spiele. Dazwischen die anderen.
Was demnächst geschieht:
Kroatien balgt sich mit der Ukraine um den zu einem Ausscheidungsspiel berechtigenden zweiten Tabellenplatz. Interessant: England kann durch ein Schlurchspiel gegen die Ukraine den alten Bekannten Kroatien aus der Relegation hinausmanipulieren.
Unser Fazit:
Endlich wieder bald mal ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft.
Was bisher geschah:
Die Färöer-Inseln haben Litauen – die Österreicher des Baltikums – besiegt. Und in der gesamten Qualifikation hat keine Mannschaft mal vier oder mehr Tore in einer Partie erzielt. Und das in einer Gruppe mit den Färöer-Inseln und Österreich!
Was demnächst geschieht:
Österreich lauert auf einen Ausrutscher der Grande Nation. Sieht aber schlecht aus. Und Österreich war ja auch gerade bei einem Turnier dabei, reicht dann erst mal wieder.
Unser Fazit:
Färöer in acht Spielen erst zwölf Gegentore – Respekt!
Was bisher geschah:
Italien und Irland noch ohne Niederlage und deshalb an der Tabellenspitze wiederzufinden.
Weil Irland aber öfter remisierte, Italien noch ein büschen weiter oben.
Was demnächst geschieht:
Der Schnaps ist auch hier so gut wie gelutscht. Selbst wenn Irland im direkten Duell gegen Italien gewönne – es liegen vier Punkte zwischen Insel und Stiefel.
Unser Fazit:
Mit die schwächste Gruppe von allen.
Was bisher geschah:
Die Niederlande hat alle Spiele gewonnen. Die anderen so lala.
Was demnächst geschieht:
Nüscht. Alle haben fertig. Norwegen muss bangen: Irland, Schweden und Griechenland können in der Rangliste der Gruppenzweiten die Elchländer noch aus der Relegation kegeln.
Unser Fazit:
Orange.
| 1. | England | 24 31:5 |
| 2. | Spanien | 24 21:2 |
| 3. | Niederlande | 24 17:2 |
| 4. | Deutschland | 22 24:4 |
| 5. | Russland | 21 18:4 |
| 6. | Italien | 20 13:3 |
| 7. | Slowakei | 19 21:8 |
| 8. | Serbien | 19 16:6 |
| 9. | Dänemark | 18 15:4 |
| 10. | Kroatien | 17 17:12 |
| 11. | Schweiz | 17 15:8 |
| 12. | Bosnien-Herzegowina | 16 21:8 |
| 13. | Irland | 16 10:6 |
| 14. | Ukraine | 15 14:6 |
| 15. | Frankreich | 15 10:8 |
| 16. | Schweden | 15 9:3 |
| 17. | Slowenien | 14 13:4 |
| 18. | Griechenland | 14 13:7 |
| 19. | Lettland | 14 13:8 |
| 20. | Nordirland | 14 13:9 |
| 21. | Finnland | 14 11:12 |
| 22. | Portugal | 13 10:5 |
| 23. | Türkei | 12 11:8 |
| 24. | Bulgarien | 11 10:7 |
| 25. | Österreich | 11 11:11 |
- – - – - – - -
Die 25 besten Nationalteams Europas, gemessen am aktuellen Stand in der WM-Qualifikation. Die gefetteten Mannschaften nehmen als Gruppenzweite Kurs auf die Relegation, plus Norwegen, wie aus dieser Liste erkennbar ist.
==> zu den anderen Ranglisten <==
And dis is da remix:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Und, der Vollständigkeit halber – wie alles begann.
Ergebnisse? Tabellen? Nachdenken? Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal. Kann das nicht jemand anders machen? Okay, dann drehen wir eben den sommerpausbäckigen Quali-Scheinwerfer.
Was bisher geschah:
Vor allem ganz wenig Tore. 35 Stück in 19 Spielen. Sechs gänzlich torlose, nur in drei Partien trafen beide Mannschaften, Malta noch gar nicht; und Schweden hat nach fünf Spielen ein Torverhältnis von 2:2. Bruno Alves hat Portugal in Albanien am Sonnabend durch sein 2:1 in der 90. am WM-Leben erhalten.
Was demnächst geschieht:
Schweden gewinnt am Mittwoch gegen Malta und schließt damit zum Drittplatzierten Portugal auf. Dennoch wird es ein heißer Herbst; zur Erinnerung: Nur der Gruppenerste ist sicher qualifiziert, der Zweite relegiert. Der Gruppendritte allerdings kann Südafrika-TV abonnieren.
Unser Fazit:
Dänemark und Ungarn mal wieder bei einer WM – warum eigentlich nicht?
Was bisher geschah:
Noch vier Teams mit ernsthaften WM-Chancen, Griechenland und die Schweiz beide mit drei Punkten Vorsprung.
Was demnächst geschieht:
Die Gruppe ruht bis September. Und einzig Lettland spielt noch gegen die anderen drei WM-Quali-Favoriten.
Unser Fazit:
Bahnt sich hier eine baltische Überraschung an?
Was bisher geschah:
San Marino schoss ein Tor gegen die Slowakei, die die Gruppe dennoch anführt. Besonders der Auswärtssieg bei den aus der Mode gekommenen Tschechen macht sich hier bezahlt. Nordirland (13 Punkte, 1 Spiel mehr) und Polen (10) streiten sich noch um Rang zwei.
Was demnächst geschieht:
Im August gewinnt Slowenien gegen San Marino. Und im September werden die Slowaken Tschechien endgültig zum WM-Zukucker spielen.
Unser Fazit:
Nordirland wäre grundsätzlich und ohne Rücksicht auf tatsächliche Wahrheiten erstmal ein grundsympathischer WM-Teilnehmer.
Was bisher geschah:
Deutschland weiter ohne Niederlage, Gomez ohne Tor, Mertesacker ohne Eigentor. Finnland ringt Liechtenstein nieder. Die Frisur hält.
Was demnächst geschieht:
Russland stolpert am Mittwoch in Finnland, Deutschland damit so gut wie qualifiziert und ab dann prädestiniert für Stolperpleiten in Aserbaidschan oder Liechtenstein.
Unser Fazit:
Wir warten ganz arrogant auf das Rückspiel gegen Russland im Oktober.
Was bisher geschah:
Spanien gewinnt alle Spiele. Scheiß Europameister. Erster Anwärter für den Relegationsplatz ist Bosnien-Herzegowina.
Was demnächst geschieht:
Egal. Der Spannungswert dieser Gruppe oszilliert knapp über Normalnull.
Unser Fazit:
Ohne Estland fahr’n wir zur WM.
Was bisher geschah:
England gewinnt alle Spiele. Andorra verliert alle Spiele. Dazwischen die anderen.
Was demnächst geschieht:
Kroatien balgt sich im Herbst mit Weißrussland und der Ukraine um den zu einem Ausscheidungsspiel berechtigenden zweiten Tabellenplatz. England spielt am Mittwoch gegen Andorra. Herbst is aber spannender.
Unser Fazit:
Es hat doch niemand ernsthaft geglaubt, die Mutternation fehlt bei zwei Turnieren in Folge unentschuldigt?
Was bisher geschah:
Serbien nach dem Auswärtssieg am Mittwoch auf den Färöer-Inseln klarer Gruppenfavorit. Frankreich muss wohl in die Relegation.
Was demnächst geschieht:
Litauen, Österreich und Rumänien lauern auf einen Ausrutscher der Grande Nation. Sieht aber schlecht aus. Und Österreich war ja auch gerade bei einem Turnier dabei, reicht dann erst mal wieder.
Unser Fazit:
Färöer in vier Spielen erst fünf Gegentore – Respekt!
Was bisher geschah:
Italien, Irland und Bulgarien noch ohne Niederlage und deshalb deutlich auch die Teams, aus denen die anderthalb Endrundenteilnehmer generiert werden dürften.
Was demnächst geschieht:
Italien schaffte gegen seine Verfolger jeweils nur ein Unentschieden, der Weltmeister darf sich also noch nicht auf seine mittelmeergebräunte, ruhige Haut legen: Im Herbst stehen ‘ne Menge direkter Duelle an.
Unser Fazit:
Es wird höchste Zeit, dass in dieser Gruppe mal jemand mehr als zwei Tore in einem Spiel erzielt.
Was bisher geschah:
Die Niederlande hat alle Spiele gewonnen, Norwegen hat noch kein Spiel gewonnen. Dazwischen die anderen.
Was demnächst geschieht:
Weil Holland definitiv zur WM fährt und Schottland sich den zweiten Platz wahrscheinlich nicht mehr nehmen wird, bleibt lediglich die Frage offen, wer sich überhaupt noch für die Partie Mazedonien gegen Island (!) an diesem Mittwoch (!!) um 17.45 Uhr (!!!) interessiert. Also außer den Schotten. Vielleicht sollte da jemand mal einen Flitzer oder wahlweise eine Flitzerin buchen.
Unser Fazit:
Eigentlich wäre Schottland ja mal wieder an der Reihe.
kommentare
Von: Cole Brieger (9.9. 21:22)
Von: Rachael Lasswell (5.9. 20:13)
Von: grootteUtteds (3.9. 14:15)
Von: Daniel (2.9. 10:12)
Von: Spielmacher (31.8. 12:42)